VON LEBENSMITTELN ZU LEBENSFRAGEN IN EINEM TAG
Was haben eine Messe für Lebensmittelproduktion und eine Messe rund um das Lebensende gemeinsam? Bei der Messe Luzern mehr, als man denkt. Zwischen den beiden Fachmessen NovaFood und ABSCHIED liegt nur ein Umbautag. Möglich macht das ein durchdachtes Standkonzept, das Ressourcen schont und Ausstellern den Messeauftritt erleichtert.
Am 26. und 27. Oktober 2026 drehte sich bei der Messe Luzern an der NovaFood alles um die Lebensmittelproduktion. Nur zwei Tage später, am 29. und 30. Oktober 2026, standen am selben Ort bei der ABSCHIED die Themen Vorsorge, Palliative Care und Trauer im Mittelpunkt. Dazwischen liegt gerade einmal ein Umbautag. Was nach einer logistischen Herausforderung klingt, ist dank eines durchdachten Messekonzepts möglich.
Bei beiden Fachmessen gibt es dasselbe Standangebot. Aussteller können zwischen drei Standvarianten wählen, bei denen der komplette Standbau inbegriffen ist. Da sich die Anzahl der gebuchten Standvarianten zwischen den beiden Messen unterscheidet, sind zwar einzelne bauliche Anpassungen notwendig. Der Grossteil der Standinfrastruktur kann jedoch unverändert übernommen werden.
Ein Standkonzept für unterschiedliche Themen
Hinter dem Konzept steht Christian Rudin, Messeleiter der beiden Veranstaltungen, die in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt wurden. Mit seiner RUUF AG organisiert er die NovaFood gemeinsam mit der Messe Luzern AG. Die ABSCHIED führt er hingegen als Gastveranstaltung in den Hallen der Messe Luzern durch. Auch an Messen wie der CHEESEAFFAIR und der GLUG setzt er bereits seit mehreren Jahren erfolgreich auf einen offenen, einheitlichen Standbau. Statt für jede Messe individuelle Messestände zu errichten, werden die Ausstellungsflächen mit einem gemeinsamen Grundkonzept gestaltet.
«Unser Ziel ist es, den Messeauftritt für die Aussteller so einfach wie möglich zu gestalten. Sie kommen an die Messe und finden einen fertigen Stand vor, den sie nur noch mit ihren Produkten und Materialien bestücken müssen», erklärt Christian Rudin. Davon profitieren nicht nur die Aussteller, sondern auch die Messebauer, die weniger Auf- und Abbauarbeiten leisten müssen. Gleichzeitig vereinfacht das einheitliche Konzept die Planung und Koordination der beiden Veranstaltungen.
Weniger Aufwand, mehr Nachhaltigkeit
Das gemeinsame Standkonzept ist auch aus organisatorischer und ökologischer Sicht sinnvoll. «Wir unterstützen solche Konzepte, weil sie es ermöglichen, Synergien zwischen Veranstaltungen gezielt zu nutzen – unabhängig davon, ob es sich um eigene Messen oder Gastveranstaltungen handelt. Wenn bestehende Standbauten mehrfach genutzt werden, vermeiden wir unnötige Auf- und Abbauarbeiten, schonen Ressourcen und vereinfachen die Abläufe für alle Beteiligten», sagt Fabienne Meyerhans, CEO der Messe Luzern AG.
Der Wechsel zwischen der NovaFood und der ABSCHIED zeigt damit beispielhaft, wie eine durchdachte Planung den Messebetrieb effizienter und nachhaltiger gestalten kann. Und dass zwei Veranstaltungen mit völlig unterschiedlichen Themen durchaus etwas gemeinsam haben können – zumindest hinter den Kulissen.