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Vom Aufbau bis zur Afterparty: Eine Fachveranstaltung wird zum Teamerlebnis

Ungleich zu vielen anderen Messen und Veranstaltungen packen bei den autotechnik days die Mitarbeitenden der Hostettler Autotechnik AG selbst mit an – beim Aufbau, an der Eingangskontrolle und sogar hinter der Bar.

Messe Luzern
Luzern, Schweiz

Drei Tage, rund 2100 Garagistinnen und Garagisten, über 70 Aussteller: Am 7. März 2026 gingen bei der Messe Luzern die autotechnik days zu Ende. Organisiert wird die Fachveranstaltung mit Messecharakter von der Hostettler Autotechnik AG in Sursee. Längst hat sie sich zur persönlichen B2B-Kundenplattform und zum Branchentreffpunkt für die Schweizer Garagen- und Automobilbranche entwickelt.

Nebst Ausstellerständen mit Produktneuheiten und Fachwissen bot der Anlass Workshops, Vorführungen, Podiumsgespräche und Breakout-Sessions. Den geselligen Abschluss bildete eine stimmungsvolle Afterparty – ein Mix, der den Anlass vielseitig und interaktiv macht.

Reifenregale als Markenzeichen

Ein Blickfang der autotechnik days sind die leuchtend blauen Reifenregale. Im Alltag dienen sie bei der Hostettler Autotechnik AG zur Lagerung von Pneus. Während der Messe werden sie aufeinandergetürmt und bilden Standwände, Forenverkleidung und das Grundgerüst der Veranstaltung – ein Gestaltungselement mit hohem Wiedererkennungswert.

Beim Aufbau werden gefühlt hunderte dieser Regale angeliefert, angehoben und gestapelt. Anders als bei vielen Veranstaltungen übernehmen diese Arbeit nicht externe Standbauer, sondern die eigenen Mitarbeitenden. Darauf ist Marcel Stocker, Geschäftsführer der Hostettler Autotechnik AG, besonders stolz: «Es ist richtig cool den Aufbau mit unseren Mitarbeitenden umzusetzen – das schweisst einfach zusammen.»

Eine Lösung mit unerwartetem Mehrwert

Die Idee entstand allerdings nicht aus dem Wunsch nach Teambuilding, sondern aus pragmatischen Überlegungen. «Es war nicht von Beginn an als Teambuilding-Event gedacht, sondern eine Massnahme, um Ressourcen zu sparen», so Stocker. «Wir hatten einen Szenografen, der das Eventkonzept machte und eigentlich eine weitere Firma, die für den Aufbau zuständig gewesen wäre. Im Verlauf der Diskussionen merkten wir, dass wir den Aufbau selbst übernehmen und so Kosten einsparen können.»

Erst später wurde klar, welches Potenzial in dieser Entscheidung steckt. «Wir erkannten, was für eine wertvolle Chance das eigentlich ist», erinnert sich Stocker schmunzelnd. «Es ist schön gemeinsam im Team etwas umzusetzen, was man im Alltag sonst nicht macht. Mehr oder weniger alle vom Hauptsitz packen mit an und tauschen an diesen Tagen Bürotisch gegen Hubstapler. Es ist toll zu sehen, wie ein solcher Anlass unser Team zusammenschweisst.»

Ein eingespieltes Team

Die erste Durchführung im Jahr 2020 sei noch etwas chaotisch gewesen, erzählt der Geschäftsführer. Mit der Zeit hätten sich jedoch klare Abläufe und Rollen etabliert. «Wir haben Teams von vier bis fünf Personen, die ihnen zugeteilte Aufträge rund um den Aufbau umsetzen. Die Gruppen setzen wir bewusst aus Personen zusammen, die im Arbeitsalltag nicht oft zusammenarbeiten», erklärt Stocker.

Klar ist das Engagement der Mitarbeitenden nicht mit der Aufbauarbeit von Profis gleichzusetzen. «Unter dem Strich sparen wir vermutlich nicht viel ein. Unsere Mitarbeitenden nehmen sich extra Zeit, um beim gemeinsamen Aufbau mitzuwirken. Ihre Arbeit bleibt in diesen Tagen liegen.»

Auch die Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsort funktioniert reibungslos: «Die Organisation mit der Messe Luzern erleben wir als sehr unkompliziert und die Flexibilität bezüglich der Anlieferung schätzen wir sehr.»

Persönlicher Einsatz für persönliche Begegnungen

Die Mitarbeit endet aber nicht mit dem Aufbau, wie Stocker erklärt. Auch während der Veranstaltung übernehmen viele Mitarbeitende Aufgaben. «Uns ist wichtig, dass wir zum Beispiel die Eingangskontrolle oder den Barbetrieb selbst abdecken können. Das macht den ganzen Anlass auch für unsere Kundinnen und Kunden sehr persönlich.»

Die autotechnik days sind damit nicht nur für die Besuchenden ein Highlight, sondern auch für das eigene Team. «Es freuen sich immer alle darauf, hier mitzuwirken», sagt der Geschäftsführer stolz.

Mehr gewonnen als gespart

Sein persönliches Highlight? «Schon das Gesamtpaket. Zuerst der Aufbau mit dem Team, dann das Zusammenkommen und der Austausch mit unseren Gästen und zum Schluss die Afterparty», zählt Stocker auf. «So wird zuerst das Geschäftliche an der Messe abgehandelt und dann an der Afterparty noch gemeinsam angestossen und die Gespräche vertieft - Kundenbindung eben.» (lacht)

Damit sind die autotechnik days ein rundum gelungener Anlass und ein Beispiel dafür, dass in Lösungen manchmal auch unerwartete Chancen liegen. «Auch wenn wir schlussendlich nicht gross Kosten sparen, gewinnen wir in Punkto Teambuilding etwas viel Wertvolleres: zusammen etwas zu schaffen und am Schluss auf das gemeinsame Werk anzustossen», bilanziert Marcel Stocker.

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